1. Große Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft

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1. Großen Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft 1954 e.V. 


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 Aktuelles aus der Presse: 


Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft: Prunksitzung wird zum Premierenball / Eva Schmid überzeugt in der Bütt / HCG setzt verstärkt auf Hoggemer Beiträge

Tänze und Musik reißen die Narren mit

Von unserem Redaktionsmitglied Hans Schuppel

 

Es war bereits deutlich nach Mitternacht, als Claudio Glässer in der Stadthalle nochmals für ausgelassene Stimmung sorgte. Der Brühler sang sich - zum Teil zusammen mit dem ausgelassenen Publikum - vom Sperrbezirk bis in die Sierra Madre und sorgte für das Finale einer HCC-Prunksitzung, die einmal mehr den Höhepunkt der Saalfasnacht bildete.

Die Mischung macht's! Und diese stimmte beim närrischen Reigen der Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft in der gut besetzten Stadthalle. Elemente klassischer Prunksitzungen, sehenswerte Tänze, ein bisschen Oktoberfest, eine Prise Musikantenstadl und viel Musik: Das von der Vorsitzenden Sabine Kern und Präsidentin Gabi Biefel moderierte Programm sparte nicht an Abwechslung - auch wenn hier und da Längen auftraten.

Sehenswerte Gardetänze

Ob die jüngste Garde mit ihrem herzerfrischenden "Flug zum Jupiter", die Jugend mit ihrem sehenswerten "Wir lassen die Puppen tanzen" oder die Aktiven mit "Im Himmel ist die Hölle los": Die HCG-Tänzerinnen sorgten für Höhepunkte und das Publikum sparte nicht mit Beifall und den obligatorischen Raketen. Premiere feierte das Jugendtanzmariechen Lucienne Glas. Die Zehnjährige, trainiert von Nadine Waas, machte ihre Sache gut.

Für das tänzerische Highlight sorgten des Abends Selina Hoffmann und Alexej Balzer aus Bellheim. Die mehrmaligen deutschen Meister zeigten eine Darbietung auf höchstem tänzerischen Niveau. Artistik, gepaart mit großer Ausstrahlung und Anmut, das war eine absolut starke Vorstellung und wurde vom begeisterten Publikum entsprechend honoriert.

Eine überaus gelungene Premiere in der Bütte feierte Eva Schmid. Das 18 Jahre alte HCG-Eigengewächs erzählte aus dem Leben eines Gardemädchens (sie ist selbst aktiv), vor allem aber, wie sie zum Tanzen kam. Ausdrucksstark auch in der Mimik und offenbar ohne viel Lampenfieber erwies sich Eva als echtes Talent in der Bütt. Das sahen die Besucher ebenso, wie der große Beifall bewies.

Die Traditionalisten unter den Gästen, darunter Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg und dessen Vorgänger Werner Zimmermann, bediente Protokoller Franz Barth. Der Katastrophenprinz, Dauergast bei der HCG, nahm das nationale und das Weltgeschehen aufs Korn und hatte eine klare Ansage an Terroristen: "Wir lassen uns von diesen nicht verdrießen, wir leben unser Leben und werden es genießen."

Da wird Stadthalle zum Tollhaus

Als Eisbrecher fungierte einmal mehr Musikprofessor Werner Beidinger. Auch er nahm die Politik in seinem gesanglichen Jahresrückblick aufs Korn - von der Flüchtlingskrise über den VW-Skandal bis hin zu Pegida. Hörenswert auch sein Song über den ewigen Kampf zwischen Kopf und Bauch, wenn es um die Umsetzung von guten Vorsätzen für das neue Jahr geht.

Von Freud und Leid eines Handwerkers erzählte Thomas Heinz und Christoph Seiler brachte dem Publikum die Geschichte der bayerischen Familie Hupenbauer näher. Tony Hupenbauer, staatlich geprüfter Klingeltonkomponist, wartete mit allerhand Requisiten auf, denen er die verschiedensten Töne entlockte. Am Schluss gab's sogar per Videoeinspielung noch eine "Schalte" nach Garmisch zu seinen Brüdern, mit denen er zusammen den Nokia-Song anstimmte.

Apropos Gesang: Bei ihrer Prunksitzungspremiere stimmten die "Schobbe-Petzer" alte Kurpfälzer Lieder an. Das Hockenheimer Sextett (Andreas Rohr, Jürgen Bittner, Philipp Bittner, Michael Ignatzi, Florian Keller und Armin Wiesemann) sang eine Hymne auf die "Lewwerworscht" und stellte im Lied über Egoismus fest: "Nur wenn du erst ein A...loch bist, dann kommst du wirklich weit". Eine weitere gesangliche Feststellung betraf die Jungs offenbar selbst: "De Riesling werd knapp."

Als Verwandlungskünstler (ständiges wechselndes Outfit) erwies sich einmal mehr das Trio "Jukebox" (Bettina Beste, Vera Weibel und Jürgen Abel). Das Trio präsentierte in ihrer schrillen, bunten Show bekannte Hits direkt aus dem Irrenhaus.

In ein Tollhaus verwandelte Rick Mayfield als Kellner Pierre aus Paris die Stadthalle mit seinen Stimmungshits. Da durfte auch eine Polonaise durch den ganzen Saal nicht fehlen. Für musikalische Stimmung war auch das Duo Kamru - am Samstag als Trio unterwegs. Nicht zu vergessen Musikus Rüdiger Krämer, eine Institution bei der HCG, der neben Tuschs auch die eine oder andere Schunkelrunde einstreute.

War es am Ende der langen närrischen Nacht Claudio Glässer, der nach dem Männerballett für einen furiosen Ausklang sorgte, so war es zu Beginn traditionell der Fanfarenzug der Rennstadt, der zum Einmarsch und zur Begrüßung aufspielte. Das war schon ein imposantes Bild auf und vor der Bühne: vorne die große rot-weiß HCG-Streitmacht, dann die blau-weißen Landsknechte und dahinter die "Grünen", der Gastelferrat der St. Ilgener "Frösche".

Verdienste um Garde erworben

Eingestreut ins bunte Programm waren auch Ehrungen: Senatspräsident Alfred Kupferschmid nahm Patrick Nauert im Reigen der Senatoren auf, überreichte ihm Orden, Urkunde und natürlich die HCG-Kappe. Gardeministerin Melanie Vogel verlieh Nicole Kurzenhäuser (seit 1990 bei der HCG aktiv) den goldenen und Pauline Paschke (seit 2000 dabei) den silbernen Gardeverdienstorden. Christel Zizmann durfte den Dank für ihr Engagement für die HCG entgegennehmen.

© Hockenheimer Tageszeitung, Montag, 01.02.2016


HCG: Ordensmatinee im Sachs-Haus mit humorvollen Bütten, stimmungsvoller Musik und flotten Tänzen / Karla Kaunert in Kreis der Elferräte aufgenommen

Elvis, Eisbär und Ötzi sorgen für gute Laune

 
Ehrungen bei der HCG: Udo Ehrbar, Heinz Kuppinger, Nicole Kurzenhäuser, Erwin Gollner, Anna Petrow, Karla Kaunert, Lydia Uehlein, Senatspräsident Alfred Kupferschmid, Vorsitzende Sabine Kern, Melanie Vogel, Klaus Zizmann, Wolfgang Johnsen, Otto Maier und Präsidentin Gabi Biefel (von links).© Privat

Die Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft (HCG) startete wie gewohnt mit der Ordensmatinee für geladene Gäste im Ernst-Wilhelm-Sachs-Haus im Motodrom ins neue Jahr. Zu der Veranstaltung begrüßte die Vorsitzende Sabine Kern, die charmant durchs Programm führte, eine stattliche Anzahl von Gästen, darunter Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg, dessen Vorgänger Werner Zimmermann sowie das Jubiläumsprinzenpaar Julia  I. und Kevin I. vom KV Herxheimer Wind. Nach der Begrüßung unterhielt der Protokoller Franz Barth die Gäste mit seiner Sicht der Dinge zu Politik, Sport und Wirtschaft. Mit dem Schautanz der Purzel- und Jugendgarde folgte etwas fürs Auge. HCG-Präsidentin Gabi Biefel freute sich, "Elvis und sein Eisbär" alias "Duo Inflagranti" aus Herxheim ankündigen zu dürfen. Sie begeisterten das Publikum mit Sprüchen und Witzen.

Im Anschluss wurden eine neue Elferrätin ernannt und verdiente Mitglieder der Gesellschaft für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zur HCG ausgezeichnet. In den Kreis der Elferräte wurde Karla Kaunert aufgenommen. Sie erhielt feierlich Ornat, Mütze und Halsorden.

Die Geehrten

Goldener Wasserturmorden: Lydia Uehlein, Otto Maier und Ex-Prinzessin Melanie Vogel.

Silberner Wasserturm: Anna Petrow und Karla Kaunert.

Silberne Ehrennadel: Udo Ehrbar, Erwin Gollner, Wolfgang Johnsen, Ex-Lieblichkeit Sabine Kern, Heinz Kuppinger, Nicole Kurzenhäuser und Ehrenpräsident Klaus Zizmann. uhkl

Lydia Uehlein trug als Ur-Fasnachterin eine gelungene Geschichte vor. Senatspräsident Alfred Kupferschmid hatte Erfreuliches zu berichten: Auch dieses Jahr konnte ein neuer Senator gewonnen werden. Mit dem Dank an die Ausgezeichneten für ihre Treue und Unterstützung leitete Sabine Kern zum nächsten Programmpunkt über: Das neue Jugendtanzmariechen Lucienne Glas meisterte ihren Auftritt glänzend.

Nach dem Auftritt des Tanzmariechens war absolute Stimmung angesagt. Beim Auftritt von "Tal-Ötzi" alias Peter Lingenfelder hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Die Stimmungshits verfehlten ihre Wirkung nicht.

Aktivengarde überzeugt

Rainer Holzhauser, Pressereferent der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine, hielt mit seiner kleinen, gereimten Geschichte manchem im Saal den Spiegel vor. Der Abschluss des abwechslungsreichen und kurzweiligen Vormittags oblag der Aktivengarde mit ihrem flotten Marschtanz. Bevor Sabine Kern das Büfett eröffnete, bedankte sie sich bei allen Gästen mit dem Jahresorden der HCG, einem absoluten Schmuckstück.

Nachdem im Sachs-Haus die letzten Orden verteilt waren, durften sich die Gäste an dem vorzüglichen Buffet bedienen. Bei Gesprächen und angenehmer Musik durch Musiker Konrad Becker klang eine gelungene Veranstaltung aus. Die HCG freut sich nun auf nun auf die Prunksitzung am Samstag, 30. Januar, 19 Uhr, in der Stadthalle. uhkl

 

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 22.01.2016


Rathaussturm: HCG und CC Blau-Weiss verweisen beim Kampf um Schlüssel auf Kürze der Kampagne und ernten Lob für Gesang

Narren haben keine Zeit für lange Reden

 
Kurzes Gerangel um den Rathausschlüssel: Trotz Unterstützung aus seinem Vorzimmer durch Verena Raab (M.) hatte Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg (3. v. r.) keine Chance gegen die eilige Narrenübermacht aus Sabine Kern, Uwe Bär, Gabriele Biefel, Klaus Zizmann und Frank Ziegler (v. l.). Den Bürgermeister "erweichte" aber auch deren Sangeskunst. © Brandenburger

 Wenn die Kampagne so kurz ist wie dieses Jahr, können sich die Narren nicht lange mit dem Kampf um den Rathausschlüssel aufhalten. "Nur drei Monate bleiben den Narren, um so richtig durchzustarten", argumentierte Gabriele Biefel, Präsidentin der 1. Großen Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft (HCG), gegenüber Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg. Der wollte den Zugang zur Macht natürlich nicht völlig kampflos herausrücken.

Der Schwabe wusste, was ihn am 11.11. im Bürgersaal erwartet: "Ein rebellisches Volk ist hier in der Kurpfalz - lustig aufgelegt und ohne dicken Hals", beschrieb er die Jecken aus Hockenheim, wohl auch aus seiner Vorjahreserfahrung.

"Politik ist sehr schwierig"

Dass Jakob-Lichtenberg angesichts der "närrischen" Begehrlichkeit gelassen blieb, lag auch an seiner Gewissheit, dass den Fasnachtern der Spaß am Regieren schnell vergehen wird: "denn Politik ist sehr schwierig".

Des Pudels Kern für den Verwaltungsfachmann: "Wollt ihr das Volk aufheitern, am Ende, ich sag's euch, werdet ihr scheitern." Seine Begründung: "Die Stadtkasse ist leer, das ist ein großes Malheur." So ist der Bürgermeister sicher, dass die Fasnachter am Ende den Schlüssel gerne wieder zurückgeben.

Bevor die Narrenschar triumphierend mit der Schlüsselgewalt in der Hand der HCG verschwinden durfte, musste sie mit Thomas Jakob-Lichtenberg jedoch ihre Gesangskunst unter Beweis stellen. Ernst Negers "Heile, heile, Gänschen" überzeugte ihn ebenso wie "Humba, Humba, Tätärä", und dass im Bürgersaal geschunkelt und getanzt wird, könnte ein Zeichen dafür sein, dass es doch aufwärts geht mit Hockenheim.

25. Gartenschaujubiläum als Motto

Im Gegenzug für den Schlüssel erhielt Jakob-Lichtenberg nicht nur Gesang, sondern von Gabriele Biefel auch eine Schatztruhe mit süßen Stücken und den Jahresorden der HCG. Der trägt das Motto "25 Jahre Landesgartenschau". Er hat eine außergewöhnlich Rautenform, damit das Gartenschausymbol, die vierfarbige Blume in der Mitte, drehbar ist. Um den Rand rankt sich dem damaligen Motto entsprechend ein Blütenmeer.

Links ist das Wappen der Kurpfalz angebracht, rechts das Wappen von Baden, oben das der Stadt und unten als Anhänger der lachende Wasserturm, das HCG-Wahrzeichen.

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 12.11.2015


Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft: Ordensverleihung und Tanzreigen mit Premieren

HCG startet mit Schwung in die Kampagne

Auch für die Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft (HCG) hatte die fasnachtslose Zeit ein Ende: Spätestens als in der Südtribüne des Motodroms der Fanfanfarenzug der Rennstadt um Zugführer Guido Fey Aufstellung nahm, konnte man in den strahlenden Gesichtern die Freude darüber erkennen. Zu den Klängen der Landsknechte zogen die HCG-Narren mit der Vorsitzenden Sabine Kern und der Präsidentin Gabi Biefel an der Spitze in die Südtribüne ein. Es war schon ein imposantes Bild, das sich da bot: Fanfarenzug, Elferrat, Tanzmariechen, Garden, Senatoren zusammen auf einer Bühne und der Saal prall gefüllt mit Abordnungen von insgesamt 34 befreundeten Vereinen.

Eine vor Freude strahlende Sabine Kern übernahm dann die Begrüßung. Danach folgte der musikalische Ausmarsch von der Bühne und unter der wechselnden Moderation von Sabine Kern und Gabi Biefel startete der abwechslungsreiche Abend, teilt die HCG mit.

Als ersten Programmpunkt kündigte die Präsidentin eine Premiere an, denn zum ersten Mal tanzten die Purzel- und die Jugendgarde zusammen einen Marschtanz. Bereits hier wurde deutlich, welch hervorragende Jugendarbeit bei der HCG geleistet wird. Langanhaltender Beifall war der Lohn für diese Darbietung. Dann wurde der Jahresorden der HCG vorgestellt. Er steht unter dem Motto "25 Jahre Landesgartenschau" und dürfte wieder zu einem sehr begehrten Objekt werden. Aus der Hand der Ex-Lieblichkeit Bianca Butz, die an diesem Abend dafür verantwortlich war, dass es viele "ordentliche" Menschen gab, durften nun die Purzel-/Jugendgarde dieses Schmuckstück als erste in Empfang nehmen.

Neues Jugendtanzmariechen

Danach folgte die zweite Premiere an diesem Abend: Jugendtanzmariechen Lucienne Glas präsentierte sich dem Publikum und erhielt als Lohn den Beifall für ihre tolle Darbietung. Nach Übergabe der Jahresorden an Elferräte, Männerballett und Senatoren standen der Marschtanz der Junioren an sowie die erste Ordensrunde der Vereine, der weitere für die Vertreter aus den Regionen Mannheim, Pfalz und Heidelberg sowie den Kurpfälzer Narrenring, der vollzählig vertreten war, folgten.

Im Anschluss an den sehenswerten Marschtanz der Aktivengarde wartete die Purzel-/Jugendgarde mit einem Showtanz auf. Weiter ging es dann mit dem Showtanz der Juniorengarde, der das Publikum ebenfalls begeisterte. Den tänzerischen Abschluss des Abends machte dann die Aktivengarde mit ihrem Showtanz unter dem Motto "Engel und Teufel". Ein großes Dankeschön galt allen Trainerinnen und Betreuerinnen für die hervorragende Arbeit. Die beiden Moderatorinnen ließen es sich nicht nehmen den Jahresorden auch noch an das Küchen- sowie an das Bedienungspersonal zu verleihen und sich für deren hervorragende Arbeit zu bedanken.

Dass sich die Vereine bei der HCG wohlfühlen, konnte man bis weit nach Mitternacht erleben, denn in der Bar feierten die Karnevalisten munter weiter. Sie freuen sich auf die anstehende Kampagne, die heute offiziell beginnt und am 10. Februar wieder zu Ende ist. uhkl

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 11.11.2015


Hockenheimer Carnevalsgesellschaft: Großer Andrang beim Sommerfest im alten Fahrerlager

Fasnachterhumor vertreibt die dunklen Wolken schnell 

 
Großer Andrang in der Waldfesthalle: Wenn die HCG feiert, strömen die Besucher, ganz gleich, zu welchem Termin. Bei angenehmen Temperaturen und ohne Regen hatten die Karnevalisten viel zu tun, um ihre Gäste zu bewirten. © Lenhardt

Bis 2013 immer im Mai, 2014 am letzten Augustwochenende, dieses Jahr in der Augustmitte: Ganz gleich, wann die HCG auf den Waldfestplatz einlädt - die Besucher strömen. So auch dieses Mal. Nach intensiven Vorbereitungen war am Samstagnachmittag alles perfekt eingerichtet und die Gäste kamen zahlreich.

Darunter waren auch sehr viele Mitglieder befreundeter Karnevalvereine, die bei der Hockenheimer Carnevalsgesellschaft ein paar schöne Stunden verbrachten. Vor allem in den Abendstunden hatten die zahlreichen Helfer alle Hände voll zu tun, um den Andrang zu bewältigen. Speziell der erstmals angebotene gegrillte Schafskäse war der Renner und musste sogar nachgeordert werden.

Stimmung bis nach Mitternacht

Sehr zur Freude der Fasnachter hielt das Wetter bis zu Einbruch der Dunkelheit und wer noch im Freien saß, ging nicht etwa nach Hause, sondern nahm noch in der Waldfesthalle Platz, um dort weiter zu feiern und den Klängen des Musikantenkreises Waghäusel zu lauschen, der die Besucher unterhielt und ohne Zugabe nicht nach Hause durfte. Auch danach herrschte bei Musik vom Band noch prächtige Stimmung, die Halle leerte sich erst weit nach Mitternacht.

Am Sonntagmorgen richtete sich der Blick der HCG-Verantwortlichen doch recht skeptisch gen Himmel, denn es regnete unaufhörlich. Die Skepsis erwies sich jedoch als unbegründet, denn spätestens zur Mittagszeit war kaum noch ein Platz in der Halle zu bekommen. Schließlich lockte das mittlerweile über die Grenzen Hockenheims bekannte Rindfleisch mit Meerrettich als Highlight der Speisekarte.

Erneut sah man sehr viele Abordnungen befreundeter Karnevalvereine. Den weitesten Weg nahmen die "Würmelsbadener" aus Bissingen auf sich, um ihre Freunde aus Hockenheim zu besuchen. Zudem sorgte der bekannte Alleinunterhalter Pino für gute Stimmung. Von der hervorragend bestückten Kuchentheke machten die Besucher reichlich Gebrauch.Und wer Glück hatte, der durfte auch noch einen tollen Gewinn aus der wieder gut bestückten Sonderverlosung mit nach Hause nehmen.

Führungsduo vollauf zufrieden

Als dann in den Abendstunden das Fest endete, zogen Vorsitzende Sabine Kern und Präsidentin Gabi Biefel folgendes Fazit: "Wir haben wieder mit den Besuchern über zwei Tage ein wunderschönes Fest gefeiert und sind sehr zufrieden, dass alles reibungslos geklappt hat."

Ein ganz großes Lob hatten die beiden Powerfrauen für die zahlreichen Helfer und deren unermüdlichen Einsatz parat. Dem Fanfarenzug der Rennstadt gebührte ein großes Dankeschön,da dieser das HCG-Sommerfest jedes Jahr tatkräftig unterstützt. uhkl

© Hockenheimer Tageszeitung, Dienstag, 18.08.2015


Tanzdarbietungen setzen Glanzpunkte bei der kurzweiligen Prunksitzung / Stimmungsvolle Musikbeiträge sorgen für gute Laune in der Stadthalle

Narrenschiff zwischen Himmel und Hölle

 
Atemberaubende Tänze und stimmungsvolle Musik prägten die Prunksitzung der Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft (HCG) in der sehr gut gefüllten Stadthalle. Beim Höhepunkt der Saalfasnacht wurde aber auch deutlich, dass politische Bütten wie die des Katastrophenprinzen Franz Barth zwar die Traditionalisten im Publikum bedienen, aber nicht mehr auf uneingeschränkte Aufmerksamkeit stoßen.

Das närrische Volk will Party machen, mitfeiern, kurzweilig unterhalten werden - einfach seinen Spaß haben. Diesem Anspruch wurde die HCG mit einem bunten Programm gerecht, durch das Präsidentin Gabi Biefel und Sitzungspräsidentin Sabine Kern charmant und routiniert führten. Schon der Auftakt bot ein imposantes Bild: eine übervolle Bühne mit den Landsknechten des Fanfarenzugs, den HCG-Garden, dem Elferrat des Gastgebers sowie dem Gastelferrat von Grün-Weiß Oftersheim mit dem Jubiläums-Prinzenpaar Madeleine I. und Pascal I. Die Oftersheimer hatten zur Prunksitzung noch das Trio Jukebox, Nachwuchsbüttenrednerin Lisa Will und sein Männerballett mitgebracht. Die Nachbarn sorgten für tolle Stimmung auf der Bühne - und nach der Sitzung in der "Rondeau"-Bar.

Als Eisbrecher fungierte Oliver Betzer aus Fischbach. "De Härtschd vum Dahner Tal" zappelte auf seinen XXXL-Stuhl hin und her und erzählte aus dem Leben seiner Familie. Nachdem er genug preisgegeben hatte, griff Betzer zum Gesangsmikro und die "Party für alle" startete.

Gassenhauer kommen bestens an

Dafür sorgten auch wieder die Drei Prinzen aus Mannheim. Stefan Hoock, Roberto Troncone und Stefan Rinklef vom Feuerio erwiesen sich einmal mehr als tolle Stimmungsmacher. Da ging's mit brennenden Herzen schon mal atemlos über die Wolken. Das Trio hatte seine Zuhörer, darunter auch Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg und dessen Vorgänger Werner Zimmermann, fest im Griff. Mit wechselndem Outfit und umgetexteten Gassenhauern sorgte das Jukebox-Trio mit Jürgen Abel, Bettina Beste und Vera Weibel für "Spaß in vollen Zügen." Bei der flotten Comedy-Musikrevue durfte man gespannt sein, was die Jukebox als Nächstes ausspukt.

Anja Seiler vom Fanfarenzug trabte mit ihrem Pferd Penelope über die Bühne. In Bauchredner-Manier erzählte die etwas überkandidelte Reiterin von ihren Erfahrungen und musste sich dabei die zuweilen derben Kommentare ihres Gauls gefallen lassen. In die Bütt stieg auch Lisa Will aus Oftersheim. Das karnevalistische Nachwuchstalent erzählte von der Midlife-Crisis ihres Vaters.

Seit jeher wesentlicher und herausragender Bestandteil der HCG-Prunksitzungen sind die Tänze. Dies war auch am Samstag wieder der Fall. Die Rot-Weißen hatten dazu auch Gäste verpflichtet. Und die hatten es in sich: Selina Hoffmann und Alexej Balzer von der TSG Bellheim, amtierende deutsche Meister im Paartanz - viermal hintereinander standen sie auf dem obersten DM-Treppchen - boten einen Marschtanz der Extraklasse. Da blieb auch dem von Tänzen verwöhnten HCG-Publikum der Mund offen.

Garden zeigen ihr Können

Lena Mayerl von der HCG-Garde und Kay Preißler vom Fanfarenzug präsentierten sich als Leistungssportler. Die Primaballerina und der Boxer "Kay die Dampfwalze" legten eine von HCG-Trainerin Uschi Auer choreographierte und einstudierte Ballett-Persiflage auf die Bühne, bei der kein Auge trocken blieb.

Die HCG-Garden präsentierten natürlich auch, was sie an Marsch- und Schautänzen zu bieten haben. Ob Purzels (Trainerin Eva Schmid), Jugend (Heike Schmid) oder Junioren (Melanie Vogel): Sie waren flott unterwegs und wurden mit viel Beifall sowie "Raketen" belohnt.

Für einen Höhepunkt der Narrenschau sorgte einmal mehr die HCG-Aktivengarde (Uschi Auer) mit ihrem Schautanz "Im Himmel ist die Hölle los". 20 Mädchen sorgten nicht nur für ein beeindruckendes Bild, sie nahmen mit ihrer tollen Darbietung auch das Publikum gefangen. Für Stimmung im Saal sorgte eine weitere Tanznummer: das Männerballett von Grün-Weiß Oftersheim als schwungvolle Bauarbeiter. Da durfte die Kiste Bier natürlich nicht fehlen.

Zum Schluss der kurzweiligen, von der Dauer her sehr angenehmen Prunksitzung, versammelten sich die Aktiven nochmals auf der Bühne, wo der Fanfarenzug der Rennstadt unter der Leitung von Benjamin Wolf mit schmissigen Rhythmen für ein stimmungsvolles Finale sorgte. Sabine Kern und Gabi Biefel blieb es vorbehalten, den Akteuren, insbesondere auch Haus- und Hofmusikus Rüdiger Kramer, nach kurzweiligen viereinhalb Stunden für eine schöne Sitzung zu danken.

In die Veranstaltung eingebettet waren auch Ehrungen. Gardeministerin Melanie Vogel überreichte für langjähriges Engagement den Gardeverdienstorden in Gold an Katja Fey und Nadine Waas, die Auszeichnung in Silber an Anna Schmid, Kirsten Costea und Cornelia Hansky.

© Hockenheimer Tageszeitung, Montag, 09.02.2015


Ordensmatinee mit Tänzen, Bütten, Gesang und Ehrungen / Narrenkappe für „Bruder Thomas“ / Garden in Form

Kleiner Wirbelwind tanzt und singt

 
Froh gelaunte Menschen verbrachten einen kurzweiligen Vormittag bei der Ordensmatinee der Hockenheimer Carnevals-Gesellschaft (HCG) im Ernst-Wilhelm-Sachs-Haus im Motodrom. Die Vorsitzende, Sabine Kern, die zusammen mit Präsidentin Gabi Biefel durchs Programm führte, konnte zahlreiche erwartungsfrohe Fasnachter begrüßen und schickte als Eisbrecher "Katastrophenprinz" Franz Barth in die Bütt. In gewohnter Manier kommentierte und persiflierte er das politische Geschehen unter seinem Motto "Nein, nein 's ist nichts passiert". Viele Protagonisten bekamen ihr Fett weg. Als "Heilige Ursel von der Empfängnis" betitelte Barth die Verteidigungsministerin, bemängelte dabei die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Wowereit als Flughafenguru sowie Merkel und Putin wurden von ihm humorvoll attackiert. Von der Pkw-Maut war er überhaupt nicht angetan ("Straßenstrich bringt mehr als die Maut"). Zum Schluss ließ er sich auch noch über 100 Jahre Büstenhalter in der Politik aus und typisierte zur Freude des Publikums die verschiedensten BH-Trägerinnen. Verdienter Applaus verabschiedete ihn.

Die Jugendgarde zeigte, dass sie schon in Form ist, und präsentierte einen schwungvollen Marschtanz, für den sich das Publikum mit einer ersten Rakete bedankte.

"So schee, ein Narr zu sein"

Dann sollte das Duo "Inflagranti vom Herxheimer Wind" auftreten, was aber krankheitsbedingt nicht möglich war. Für dieses sprang kurzfristig der Pressesprecher der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine, Reiner Holzschuh, ein und war ein guter Ersatz. Er machte sich Gedanken, wie er früher vom Ordensfest heimgegangen war und wie er sich dabei gefühlt hatte. Seinen humorvollen Beitrag konnte mancher Elferrat bestens nachfühlen und sich dann doch auch seinem Fazit "Es ist so schee, ein Narr zu sein" anschließen.

Einen etwas anderen Marsch-/Showtanz zeigte anschließend die Juniorengarde unter der Leitung von Melanie Vogel. Stand am Anfang noch ein einsames Gardemädchen auf der Bühne, die versonnen einen Tanz einübte, so gesellten sich dann ihre Kameradinnen dazu und sie übten einen Marschtanz ein, den sie dann aber dann doch wohl zu langweilig fanden, denn nach einem kurzen Umzugsstopp wirbelten die Mädchen als Rockgruppe über die Bühne. Viel Beifall begleiteten sie dann nach einer Rakete wieder in die Garderobe.

Einmarsch, Musik und dann fegte ein kleiner Wirbelwind über den Tanzboden: Mit viel Tempo und akrobatischen Einlagen verzauberte Leonie Zimmer von der Karnevalsgesellschaft "Froschköpp" aus Offenbach die Anwesenden. Plötzlich war mit dem Tanzen Schluss und sie zeigte eine weitere Facette ihres Könnens. In perfekter Form, auswendig, lebhaft und gereimt Form berichtete sie aus dem Alltag eines Tanzmariechens. Das Publikum merkte sofort, dass sie wusste, von was sie redete und man glaubte ihr auch, wenn sie ausrief: "Ich lieb die Fasnacht in allen Facetten, 's wär schön, wenn wir immer Fasnacht hätten."

Schon hier bekam Leonie Zimmer einen Riesenapplaus vom dankbaren Publikum, der sich noch steigerte, als sie etwas zulegte und sich auch als tolle Sängerin präsentierte. "Ich bin ä pfälzisches Showgirl" wurde von ihr abgewandelt und erst nach einer weiteren Zugabe durfte das Multitalent die Bühne im Sachs-Haus verlassen.

Es ist schon Tradition, dass bei der Ordensmatinee die Ehrungen der HCG vorgenommen werden. Sabine Kern und Senatspräsident Alfred Kupferschmid zeichneten einige verdienstvolle Karnevalisten aus.

Neu in den Kreis der Senatoren wurde Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg aufgenommen, den der Senatspräsident als "Bruder Thomas" und als humorvollen Neuzugang bezeichnete.

Die naturgemäß bei Ehrungen etwas heruntergefahrene Stimmung durfte dann Katharina Lundschien von den "Astoria Störchen" Walldorf wieder anheben, was ihr vor allem mit Liedern von Helene Fischer auch gelang.

"Im Himmel ist der Teufel los"

Dann schickte Uschi Auer ihre Paradetruppe, die Aktivengarde der HCG, unter dem Motto "Im Himmel ist der Teufel los" auf die Bühne. Da der Tanzboden im Sachs-Haus doch etwas zu klein ist, wurde der Tanz nicht wie sonst mit 21, sondern nur mit zehn Tänzerinnen aufgeführt, Nur die Eingeweihten bemerkten dies, so perfekt war alles umgestellt. Prächtige Kostüme und eine perfekte Choreographie machten diesen Tanz zum Erlebnis und man kann sich schon darauf freuen, die ganze Truppe bei ihrem Auftritt in der Stadthalle bei der Prunksitzung der HCG am 7. Februar zu sehen. Überhaupt zeigte sich die Präsidentin bei ihrer Absage überaus stolz auf die Leistungen der Garden und ihrer Trainerinnen. Zum guten Abschluss bekamen alle Besucher noch den Jahresorden der HCG ausgehändigt und ein zünftiges Mittagessen beschloss einen schönen Vormittag. zi

© Hockenheimer Tageszeitung, Dienstag, 20.01.2015

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